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ZIELGRUPPE

Unser Fokus liegt derzeit auf Familien mit Fluchthintergrund aus Kriegsgebieten, deren Integrationsmöglichkeit durch besondere Belastungen bzw. besondere Hilfsbedürftigkeit stark eingeschränkt ist. Dazu zählen, unter anderem:

  • Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung
  • Menschen mit chronischen oder progressiven Krankheiten
  • Alleinerziehende Mütter mit minderjährigen Kindern
  • Alte Menschen
  • Menschen, denen im Heimatland der Zugang zu Alphabetisierung, Schulbildung verwehrt wurde

Als Asylwerber haben diese Familien in Grundversorgungseinrichtungen leider nicht immer Zugang zu besonderen Betreuungsplätzen oder Plätzen mit einer bestimmten Infrastruktur, die sie dringend brauchen. Es ist uns ein Anliegen, diesem Engpass entgegenzukommen, zumal während der Asylwerberzeit kein Anspruch auf Leistungen wie Pflegegeld, Wochengeld, Mobilitätspässe, Kinderbetreuungsgeld besteht. Dies führt dazu, dass sich manche Familien über viele Jahre nicht aus ihren äußerst prekären Verhältnissen befreien können.

Es kommt nicht nur zu menschenunwürdigen, psychisch belastenden Situationen für die Familien, sondern auch zu einer Einschränkung der Integrationsfähigkeit. Denn die finanzielle Situation lässt selten beides zu – so fällen Mütter Entscheidungen zwischen Fahrkartenkauf, um zu therapeutischen Behandlungen zu gelangen, oder zu Deutschkursen für ihre Kinder. So bleiben junge, ehrgeizige Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen ans Haus gebunden, weil es nach der Schulpflicht kaum barrierefreien Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten gibt – und selten jemanden, der sie unentgeltlich dorthin transportieren kann. 

Zu diesem Zweck hat das start.quartier aus Spenden kleine Trauma- und Gesundheitsfonds zusammengestellt, die Heilbehelfe, Therapien und Transporte ermöglichen, die von der Krankenkasse noch nicht übernommen werden können. 

Das start.quartier nimmt sich Zeit, den Menschen zuzuhören, ihnen Mut zu machen und gemeinsam mit Partnern Lösungen zu finden. Das start.quartier sorgt dafür, dass das Wohlergehen der Kinder nicht unter der besonderen Hilfsbedürftigkeit der Familien leiden muss.

Wir sind unseren Partnern für ihre Kooperationsbereitschaft in diesen Bereichen äußerst dankbar. PARTNER 


“Taking Mum's hand, I whispered "Are we really safe, here?” ― Alwyn Evans, Walk in My Shoes